Erfahrung. Überall widerfahren.

08.03.2011 0 Kommentare

Wieviel ist eine Erfahrung wert? Wie unbezahlbar, wenn man sie wertschätzt und wie wertvoll, wenn man sie überhaupt schätzt?

Überschätzt man Erfahrungen, wenn man sagt, man müsse sie erfahren? Erfährt sie nicht jeder anders? Versucht sie nicht jeder anders weiterzugeben, damit jeder sie erleben kann? Und doch: was ist richtig und gut und was kann falsch daran sein? -wenn doch selbst eine bittere Erfahrung einen süßen Nachgeschmack hinterlässt. Also ist jede Erfahrung erfahrenswert? Ist eine Erfahrung im Allgemeinen begehrenswert? Begehrt man die Erfahrungen anderer Menschen, wenn man feststellt, wie wenig man an Erfahrung erfahren hat?

Jedem Erlebten wohnt eine Erfahrung inne. Man muss kein großer Weltreisender sein, um zu erfahren, wie es ist, wenn es anders ist. Denn in jedem Moment gibt es den einen Augenblick, in dem man Angesicht zu Angesicht, sieht, wie man sich verändert. Jeder Schritt, selbst jedes Verweilen, hat ein Versteck, das, sobald man es entdeckt, immer eine Entdeckungsreise in sich trägt. Wie viel kann man tragen? Wie viel ertragen? Wann ist der Mensch „voll“ von Erfahrung und welche braucht er, was ist gut – für wen?
Leben und leben lassen, aber nichts unversucht lassen. Am besten immer dem Herzen folgen, nicht irgendwen verfolgen, keine begangenen Wege beschreiten, um Spuren zu lesen.. Nichts kann schöner sein, als der Moment des Angekommen-Seins, der für einen ganz alleine bestimmt ist.
Muss man weit reisen, um Dinge zu sehen, die sonst niemand gesehen hat, um zu lernen, um einzusehen, um zu verstehen, um weiterzugehen? Manchmal ist es gerade die Einfachheit, die herausfordert und den Verstand, das Verstehen und Eingestehen fordert.
Es ist wichtig, bunt zu leben. Und lernen... man lernt nicht nur hinter Tischen, auf Bänken, in Sälen und vor Menschen mit heruntergerutschten Brillen auf Nasenflügeln. Manchmal lernt man sogar in dem Bruchteil einer Sekunde, wenn ein Moment zerbricht, wenn man sitzt, schweigt, sieht, einsieht, was da gerade passierte und nachdenkt, überhaupt daran denkt, was ist, was war und was jetzt sein wird. Man lernt, wenn man gefordert wird. Wenn man sich selbst fordert, wenn man aufgefordert wird, mehr aus sich selbst zu holen. Das passiert im Leben. Das passiert sogar im Alltag. Die alltäglichen Dinge sind die größte Herausforderung: sie fordern dich selbst dann - oder vor allem dann, wenn du es selbst gar nicht bemerkst und der Gewohnheit wie gewöhnlich nachgehst. Da steckt die größte Herausforderung, das größte Lernen: ES ZU SEHEN! Es einzusehen, es einzugestehen und sich selbst zu verstehen geben, wie man mit den alltäglichen Dingen jongliert, auf dass aus dem Alltag – EIN-TAG wird. Jeder Tag - ein Tag für sich und jeden Tag als Wunderwelt, Entdeckungswelt sehen. Wie wertvoll kann diese kleine vollkommene Welt auf ein Mal sein?! Dann wiederholt sich die Zeit gar nicht mehr. Die Zeit bleibt auf einmal zeitlos, stehen, während wir weitergehen. Inne halten zu können, während man deine Aufmerksamkeit verlangt und den Moment momentan einfach mal unaufmerksam im Raum stehen lassen. Zu lächeln, wenn die Welt diskutiert und sich manchmal fast verliert. Und darin - im voranschreitenden Stehenbleiben, dem Stillstand - gibt es genau diese eine wertvolle Erfahrung, die größte zu lernende Herausforderung: Das Leben - um das keiner von uns herum kommt, wenn es darauf ankommt, irgendwo angekommen zu sein.


Liegengebliebenes.

28.02.2011 0 Kommentare

Man geht, man rennt, man hetzt durch das Leben. Alles zieht vorbei, nichts bleibt stehen. Und in unserem Rennen, versuchen wir noch mit jedem einzelnen Finger, Schnipsel festzuhalten, mitzunehmen, weiterzugeben, wiederzu“sehen“.
Nirgends kann man verweilen, an nichts sich binden. Wir machen Bilder – mit unseren Augen, in unserem Kopf, in unserem Herzen – die Angst der Vergänglichkeit, die daraus entsprungene Hoffnung, es doch irgendwie, irgendwo abzulegen. Festzuhalten. Und wir versuchen immer genau DAS BILD mit GENAU DIESER SITUATION und GENAU DEM EINEN GEFÜHL wiederzufinden, wieder zu erfinden... in unseren Gedanken, in unserer Fantasie.
Alles scheint so klar, so fest entschlossen, so sicher... auf ein Mal so unsicher. Auf einem Male weiß man gar nicht mehr so genau, wie genau das alles war. Man versucht, mit Musik, mit Dingen, mit Formen und Zeichen, alles in Worte, in Gedanken, in Bilder zu fassen. Und es scheint so klar, so verständlich, so schön, so nah.

Und dann – wer hätte das gedacht – vergeht die Zeit. Vergeht der Gedanke. Vergeht die Erinnerung. Man war doch so entschlossen, so überzeugt, so orientiert. Alles mitnehmen, alles erleben, alles verstehen und anders sehen.
Und dann später – wer hätte das gedacht – ist es weg. Und man ist sich des Fehlens nicht mal wirklich bewusst.
Unbewusst durchforstet man alte Dinge, vergessene Dinge, unvergessliche Dinge und entdeckt, wie unglaublich unentdeckt sie liegengeblieben sind – wie diese unmögliche Vorstellung von diesen liegengebliebenen, schönen Dingen möglich gemacht wurde.
Und dann viel später – wer hätte das gedacht – sind sie wieder da – diese vielen schönen Bilder mit ihrem Inhalt, der sich beim Betrachten wie ein Buch entfaltet und erzählt und erzählt und man auf einmal das Gefühl hat, die Zeit würde in genau diesem Moment stehen bleiben. Zwar ist die Zeit eine andere, die Erinnerung verblasst, aber im Grunde ist das, was da war, noch immer da und niemals wirklich weg. ...wer hätte das gedacht?!

> Mit diesen Worten hier ein wenig Liegengebliebenes und die Eröffnung zwei neuer Kategorien...(LANDSCAPE, ARCHITECTURE) Viel Spaß beim Stöbern ;)


Der Drang nach Veränderung, Verwirklichung.

07.02.2011 0 Kommentare

Träume zu verwirklichen, wie sie von unseren Gedanken, unserer Fantasie gebaut wurden. Die Verwirklichung der Träume als Flucht der Realtität. Die Flucht vor der Unaufhaltsamkeit des Alltags, gegen den man alltäglich ankämpft und den Kampf versucht, kreativ zu füllen, zu gestalten. Der Kampf als Anhaltspunkt, fortzufahren, wo man nicht anhalten möchte. Immer weiter, immer fort. Die Träume leben. Mehr als nur ein Lebensgefühl. Vor dem Leben flüchten. Vor dem Leben, wie es vorgegeben ist. Weil das, was Vorgabe, wie eine unlösbare Aufgabe. Ähnlich einer Pflichtaufgabe, die man sich selbst nicht aufgebürdet hat. Wie ein Muster, in das man gepresst wurde, dem man zu entfliehen als unausgesprochene Regel nimmt, um wirklich in der Wirklichkeit leben zu können.
Was wäre denn das Leben, wenn man schlafend vor sich hin läuft und lebt? Alles zieht vorbei. Was wären Träume? Was wäre eigentlich Leben? Achja.. Leben, da waren wir. Festhalten an den letzten Fetzen, die man einst hatte, als man die Kreativität entdeckte. Die Entdeckung von bunten Murmeln in dem Leben eines Kindes. Wo ist die Zeit? Wann ist sie vorbeigeeilt? Man kann sie nicht halten. Wie ein Zug zieht sie vorbei. Halten, festhalten, sie gestalten. Was ist daraus geworden? Hat man sie verloren, ist sie gestorben? Ist sie da, versteckt, in einem Versteck – unauffindbar? Auffindbar? Immer auf der Suche, immer in der Hoffnung, immer unterwegs.. nur nicht stehen bleiben, nur nicht verweilen, nur nicht einschlafen... nur das Leben nicht verschlafen. Festhalten an Träumen – sie sind das wahre Leben, die das Leben erhalten.


Der sterbende Schwan

16.01.2011 0 Kommentare

Die Eleganz in der dramatischen Melancholie des Untergangs oder dem fernen Sehnen, das scheinbar doch so nah, die Nähe mit der Schönheit des Moments durchbricht. Immer auf der Suche nach der Abrundung in dem einen Augenblick, dem perfekten Abschluss, dem Paukenschlag. Nichts Störendes, das das perfekte Bild, des schönen Leidens zerstören könnte. Die Tiefe im Schwarz, die tiefer nicht gehen könnte. Die wunderschöne Schattenseite. Der versteckte, leichte, mitreißende Glanz im Dunkel. Der sterbende Schwan.


Die Eleganz des Igels

30.12.2010 0 Kommentare

-ohne Worte-


Hochzeit Elena & Christian Eichiner

14.11.2010 0 Kommentare

..ohne viel Glanz und Glamour. Ohne viel Chaos und im Hetzen der Zeit. Einfach nur.. in der Einfachheit das Suchen, das Sich-finden und gemeinsam feiern, dass man einander gefunden hat.


Erinnerung

11.11.2010 0 Kommentare

Überall, wo eine Erinnerung geboren wird, stirbt ein Gefühl in der Zukunft. Wenn man weiß, dass man zukünftig „nur“ mit einer Erinnerung lebt und Erlebtes bereits gelebt wurde. Und dennoch wird zur gleichen Zeit, in der eine Erinnerung... an einen Duft, ein Song, ein Erlebnis, eine Person(.)geschaffen wird, gleichzeitig ein Zeichen gegen die Zeit gesetzt, dass sich der Mensch nicht abnutzen lässt, von den Dingen, die kommen und Altes verdrängen. Ersetzt das Zeichen den trägen Alltag, der so dahinfließt und für Menschen ein Muss darstellt. Muss uns die Erinnerung also über Wasser halten, dass das Gefühl uns leitet und uns der Alltag nicht verleitet, alltäglich zu werden. -Die Erinnerung als Lebensgefühl, das gefühlvoll unser Leben prägt.


Ihre Kamera ist zu groß!

30.10.2010 0 Kommentare

Wie kann das nur sein, dass eine Kamera zu groß ist?!

Gestern, 19:45 Uhr. Ort: Stuttgart.
Auf dem Weg zum Konzert meiner absoluten Lieblingsband. Mit Lieblingsband meine ich die Band, die man schon seit Jahren(!) ins Herz geschlossen hat. Über die man niemals so Dinge wie: "Die sind ja auch nicht mehr das, was sie mal waren!" oder "Ja, also die Rhythmen waren im dem Album davor..." oder gar "Wenn man mal Album X mit Y von denen vergleicht...", sondern ich meine damit die Band, bei welcher man sich seine/n Ohrstöpsel/Kopfhörer/CD-Player schnappt, die Musik einlegt, sich selbst zurücklegt, die Augen schließt und mit dem ersten Ton - EGAL von welchem Lied der Band - das Gefühl hat: "Jetzt ist die Welt absolut in Ordnung. Jetzt steht alles still."
-das nur mal so am Rande.

weiterlesen ...

Ein Hauch von Selbstdarstellung

23.10.2010 0 Kommentare

Mit einfachen Konturen den Kern eines Charakters erkannt. Dargestellt. Durch minimalen, ausdrucksstarken Linien DAS ans Licht gebracht, was sich im Dunkel abzeichnet.

Fotografie ist eine Verarbeitung der Realtität.


In the waiting line

23.09.2010 0 Kommentare

Ein kreatives Zwischendurch.
Gedacht als Serie - dennoch steht jedes für sich allein.
Und während ich so fotografiere, muss ich unentwegt an den einen Song denken, der genau diese Stimmung der Bilder umschreibt:

 

 In The Waiting Line

Today, today,
here where we really are,
here where we really are,
here where we really are

Wait in line
'Till your time
Ticking clock
Everyone stop

Everyone's saying different things to me
Different things to me
Everyone's saying different things to me
Different things to me

Do you believe
In what you see
There doesn't seem to be anybody else who agrees with me

Do you believe
In what you see
Motionless wheel
Nothing is real
Wasting my time
In the waiting line
Do you believe in
What you see

Nine to five
Living lies
Everyday
Stealing time
Everyone's taking everything they can
Everything they can
Everyone's taking everything they can
Everything they can

Do you believe
In what you feel
It doesn't seem to be anybody else who agrees with me

Do you believe
In what you see
Motionless wheel
Nothing is real
Wasting my time
In the waiting line
Do you believe
In what you see

Ah and I'll shout and I'll scream
But I'd rather not have seen
And I'll hide away for another day

Do you believe
In what you see
Motionless wheel
Nothing is real
Wasting my time
In the waiting line
Do you believe
In what you see

Everyone's saying different things to me
Different things to me
Everyone's saying different things to me
Different things to me
Everyone's saying different things to me
Different things to me
Everyone's saying different things to me
Different things to me
Everyone's saying different things to me
Different things to me
Everyone's taking everything they can
Everything they can
Everyone's taking everything they can
Everything they can
Everyone's saying different things to me
Different things to me

- Zero 7