Das w√ľnsche ich euch...

01.01.2013 Kommentare

Ehe man sich versieht, ist die Zeit, sind die Momente, auf die man so lange, so ungeduldig gewartet hat, die man sich so herbei gesehnt hat, wieder vorbei, verflogen.

 

Als man noch Kind war, schienen diese großen Ereignisse, die Feste, die man feierte - jedes Jahr, immer wieder auf´s Neue, immer wieder gemeinsam, zusammen, lachend, feiernd, beschenkend, erzählend, schweigend und neugierig - immer neugierig - so weit entfernt, so voller großer Hoffnung, so mit großem Warten verbunden. Es gab immer einen Countdown, im Kalender, als Kalender, im Kopf, vor Augen, in den Ohren - auf dem Papier, im Radio, im Fernsehen, in vielen vielen Büchern.. Kurzum: es war spannend! Es war spannend, den großen, wundersamen Ereignissen entgegen zu fiebern! Alles war neu, alles funkelte, alles war bunt.

 

Mit den Jahren stellt man dann fest, wie man dann etwas verlernt. Man merkt es nicht deutlich, es ist irgendwie undeutlich, es liegt in der Luft, man sieht es nicht, man spürt es nur. Und spürt es deutlicher mit den Jahren, mit den immer wieder kehrenden Festen, Beisammensein, Menschen, die kommen und gehen, Geschichten, die erzählt werden und sich wandeln. Mit den Jahren stellt man fest, es liegt an den Jahren, an dem Kind, das zurückbleibt, unentwegt in der Kindheit weiter Kind sein möchte, während man sich selbst auf macht in Richtung Erwachsensein.

 

Der Geburtstag auf einmal nicht mehr DAS Jahr mehr im Alter ist, sondern EIN Jahr mehr. An Ostern auf einmal kein Osternest mehr zu suchen und vielleicht eher zu verstecken ist. Und auch Weihnachten nicht mehr alles glitzert und funkelt.. Der Schnee knackt und knarzt zwar immer noch unter den Fußstapfen, aber etwas hat sich verändert.

 

Ein neues Jahr bricht herein. Man stellt fest, dass im Grunde genommen kein Geschenk und kein Glückwunsch das zurückholen kann, was zu diesen Zeiten, zu diesen Festen wertvoller ist, als alles andere: ein Kind sein. Mögen die Momente, die einst so unglaublich wundersam wirkten, kleiner geworden sein, weil der Erwachsene in uns sie mit seinem Alltag verdrängt hat, so gibt es doch manchmal zwischendurch, zwischen den Zeilen, zwischen all den Geschenken, eine Umarmung, ein Wiedersehen oder vielleicht den Schnee zur richtigen Zeit, der uns plötzlich das Gewohnte wieder ungewohnt wunderbar wirken lässt und nichts könnte schöner sein..

 

 

Ich wünsche euch allen, dass ihr das Jahr 2013 wieder wie ein kleines Kind entdecken könnt, wieder Menschen trefft, die ihr lange nicht gesehen oder noch nie gesehen habt, dass ihr überrascht werdet, jeden Tag auf´s Neue, dass etwas passiert, etwas Großartiges, mag es noch so unscheinbar sein, dass man wieder spielt, bastelt, schreibt, und Dinge unternimmt, die sonst so schnell untergehen und uns doch oben halten. Feiert, als hättet ihr noch nie so gefeiert und freut euch über jeden Moment, er kommt nicht wieder zurück. Erhaltet euch das Kind tief drin!


Kommentare

Kommentar verfassen


(*) Pflichtfelder.