Ihre Kamera ist zu gross! - NA UND?!
22.01.2012 - 20:59
Nach meinem Eintrag vom 30.10.2010 war mir klar, eines Tages würde es wieder ein tolles Konzert geben. Eigentlich mehr noch als nur 'ein tolles Konzert'.. vielleicht sogar ein Konzert, auf das ich mich seit Jahren gefreut hatte.. ein Konzert von einer Band, die ich seit Jahren ins Herz geschlossen hatte. Und wenn es soweit sein würde, stände ich wohl wieder in der Menge mit großen Augen, weit geöffnetem Herzen und einem wohlig-warmen Gefühl, während ich mir wütend in den Arsch beiße, warum meine Kamera diesen perfekt scheinenden Moment nicht festhalten konnte (und das nur, weil wieder ein Kaugummi-kauender, im Dunkeln eine überflüssig abgedunkelte Tom Cruise-Verschnitt-Brille tragende, Specknacken Security (alias 'SecuryyyBub') mich davon abhielt, meine heißgeliebte Kamera mit in den Konzertraum zu nehmen. Ich musste also gewappnet sein. Gewappnet für das nächste Konzert und dem nächsten 'Schrank', der sich vor mir aufbauen und spitz beäugen würde.
Nun. Es war wieder soweit. Der Tag war im Kalender markiert. Und er kam immer näher – wie auch das Bild, das ich im Kopf hatte: Ein überdimensionaler, düster dreinblickender, Solarium-gebräunter SecuryBub. Er baut sich vor mir auf, dass sich alles um mich verdunkelt und hält seine Hand offen – ohne Worte – wartet er wie selbstverständlich darauf, dass ich ihm meine Kamera aushändige. 'Keine Kameras dieser Größe erlaubt!', brummt er mich forsch an. -Diesmal nicht, Freundchen! Es war also an der Zeit, dass ich meinen Ideen freien Lauf lassen konnte, wie ich am besten, die Kamera mit ins Konzert schmuggeln konnte.
Seit dem letzten Konzert hatte ich so einige Ideen, aber nichts schien wirklich ausgereift, weil mit all diesen Gedanken und Ideen eine kleine Panik einher ging. Also Punkt 1: KEINE PANIK. Punkt 2: ICH WILL EIN (für mich) PERFEKTES FOTO! -mehr sollte ich als Ansporn eigentlich nicht benötigen..
Es war 20:30 Uhr. Einlass: 20 Uhr, Beginn: 21 Uhr. Ich stehe in der Warteschlange. Es ist voller als angenommen. Ich bin ein wenig erleichtert, weil ich weit vorne noch keinen SecuryBub erblicke und denke mir noch: 'Wahrscheinlich gelange ich ohne Hindernisse in die Konzerthalle..'
Ich komme dem Eingang etwas näher, zittere am ganzen Körper, hoffe um baldiges Eintreten und Wärme und lasse meinen Blick schweifen, auf die Gesichter um mich. 'So sehen also Kettcar-Fans aus..' ..witzig, dass bei vielen Konzerten so viele unterschiedliche Menschen und Gesichter dabei sind und bei Kettcar alle die, die ich sehe, nach Ich-höre-Kettcar aussehen. Ich hüpfe von einem Bein aufs andere, um mich ein wenig durch Bewegung aufzuwärmen. Es ist sooo kalt. Und da plötzlich: Zwei Securitys im Eingangsbereich. 'Verdammt.' Es wäre zu einfach gewesen. 'Ok-ok-ruhig Blut.' Nach meinem letzten Erlebnis bin ich schließlich gewappnet:
PUNKT 3: Halte die Kamera so klein wie möglich. (Kein Kamerarucksack, das kleinste Objektiv, das möglich ist, aber noch ausreicht, um optimale Ergebnisse zu liefern, …): Ich packte also mein 50mm/1.8 an meine digitale Spiegelreflexkamera. Sah ziemlich 'knullig' aus – reichte aber vollkommen.
PUNKT 4: Verstecke die Kamera: Die Jacke war zwar dünn, aber ich schob die Kamera an ihrem Gurt rechts unter meine Jacke.
PUNKT 5: Schaue unschuldig drein.
Ich stand also noch 5 Meter von der Ziellinie entfernt. Und plötzlich war ich wütend. Ich war wütend, weil ich letztes Mal so dumm war, meine Kamera elegant mitzuschmuggeln, indem ich versuchte, nett mit den Securities darüber zu diskutieren, ob ich sie nun mitnehmen dürfe oder nicht und warum es diese sinnlosen Vorschriften (die dürfen/die nicht) gäbe. Also: nicht noch mal. 4 Meter. 'Und was sollte das überhaupt: das Festlegen, dass man nur digitale Spiegelreflexkameras nicht mit in die Konzerthallen nehmen durfte?! Heutzutage kann man doch bereits mit 'Digiknipsen' die Bilder einigermaßen hochauflösend aufnehmen und nicht mal groß ausbelichtet an diverse Zeitschriften weitergeben oder an Internetseiten verhökern.' 3 Meter. 'Vor allem muss ich mit meinem Objektiv nicht mal blitzen..! Ist es nicht viel störender, wenn jemand mit einer Digiknipse neben einem steht und ständig reinblitzen muss?!' 2 Meter. 'Es ist soweit.' Ich sehe, wie einer der beiden Securities einen Einblick in die Tasche des Mädchens rechts vor uns erhält. Er erblickt ihren Kamerarucksack und macht sie mit tiefem Ton darauf aufmerksam, dass sie die Kamera nicht mit hinein nehmen dürfe. Ich sehe an mir herunter, ob die Kamera auffällig an mir hängt..
PUNKT 6: Kameragurt herumdrehen: Ich drehe den Kameragurt so herum, dass der Kamerahersteller nicht erkennbar ist und der Gurt ebenso von einer Umhängetasche sein könnte.
PUNKT 7: 'Du bist ein Groupie, dessen jahrelanger Traum in Erfüllung geht': Also lege ich ein naives, liebes, verträumtes und voller Aufregung gezeichnetes Gesicht auf und natürlich das schönste Lächeln. Mir käme also nieee in den Sinn, eine Kamera mitgehen zu lassen ;)
Da winkt mir auch der schon der Security auf der linken Seite zu, während der auf der rechten sich weigert, das Mädchen mitsamt Kamera durchgehen zu lassen. Ich lächle den Security lieb an und mache aufgeregt-große Augen. Er lächelt mich an und fragt nett: 'Kann ich mal in deine Tasche sehen.' Ich: 'Natürlich, gerne.' Öffne die kleine Umhängetasche, die ich noch bei mir habe und die von außen nur so aussieht, als würde gerade mal ein Geldbeutel darin untergebracht werden können. Er knipst seine Taschenlampe an, die meiner Meinung nach bei dem vorhandenen Licht vollkommen überflüssig war (eine Eigenschaft mehr der 'SecuryBubs') und schaut in meine Tasche. Ich schaue mit hinein und sehe meine Speicherkarten-Box.. 'damn it!'
PUNKT 8: Speicherkarten-Etui gut verstecken: Ich wollte es eigentlich noch unter meinen Geldbeutel stopfen und hatte es wohl vergessen.
Ich lächle dennoch weiter und bin gespannt, ob der breitschultrige Kerl es bemerkt. Er leuchtet mit seiner Taschenlampe darauf und sagt dann kurz: 'Ok, danke.' Ich schließe meine Tasche und bedanke mich ebenfalls. Bleibe aber stehen und warte ab, da der Security noch vor mir steht. Da lächelt er mich wieder von oben herab an und sagt: 'Du kannst auch gerne schon zugehen - musst nicht hier stehen bleiben.' Schnell hüpfe ich an dem 'Schrank' vorbei und grinse schon bis über beide Ohren (diesmal ganz ehrlich und so voller Vorfreude und gelungenem Schachzug;)! 'Strike!'
Und dann Kettcar. In vollen Zügen. Und der Abend war perfekt.
Jetzt sitze ich vor dem Bild, sehe es mir an und strahle, weil ich die Erinnerung dieses eine Mal nicht nur mit Herz und Kopf, sondern auch mit den Händen festhalten konnte. Wohooo! Viel Spaß mit den paar Bildern, die ich in der Menge schießen konnte.
(Und während ich so dasitze und die Bilder des Abends Revue passieren lasse und genieße, sitzt irgendwo da draußen jemand, der die Bilder von seiner 'Digiknipse' bereits auf den Rechner 'gezogen' hat. Jemand, der nicht viel mit der Musik anfangen konnte und die Bilder gerade an eine Zeitschrift weitergibt und Geld dafür erhält.)
'Genau diese Band ist Kettcar.' -Kettcar machen mich mit ihren Worten wortlos, sprachlos, erstarrt, mit wieviel ausgesprochenem Gefühl man jemanden zum angenehmen Schweigen bringen kann und in der Stille den Worten, die man innerlich aber mitsprechen möchte, lieber doch schweigend lauscht. Danke für ein wunderbares Konzert...
Pin Up Bi(e)ne
14.01.2012 - 15:39
Bevor es noch in Vergessenheit gerät, schnell wieder rausgekramt - die kleine Pin Up Bi(e)ne :)
Viel Spaß mit den Bildern.
Der Ort, an dem die Zeit stehen bleibt.
20.11.2011 - 19:31
Ostsee
Es gibt einen Ort, an dem die Zeit stehen bleibt. Wenn man selbst dort stehen bleibt, hört man sogar, wie die Zeit langsam erstarrt und stehen bleibt. Alles bleibt liegen, Altes bleibt liegen. Gedanken werden weggespült. Kälte ist nicht mehr kalt. Man sitzt und schweigt in den Abend hinein, von Schweigen ganz umhüllt, merkt man gar nicht, wie man nur so da sitzt und es passieren lässt. Während eigentlich gar nichts passiert, passiert so vieles. Als könne man durch Wände schauen und alles, was bisher Mauern erbaut hat, kann durch einen Blick zum Einbruch gebracht werden.
Und noch vor Abendeinbruch spürt man ein anderes Gefühl. Irgendwas ist anders. Irgendwas fühlt sich anders an. Man selbst wird anders. Anders an diesem Ort, der für andere gewöhnlich ist.
Es ist ein Ort, an den man kommt, ohne ein Wort sprechen zu wollen. Und ohne ein Wort sprechen zu wollen, spricht man dennoch in die Ferne, eine in Gedanken erfüllte Leere aus, nach der man sich oft – so lange – so verzweifelt sehnt. Weil man etwas im Alltag vermisst, von dem man hofft, es im Alltag nicht gefunden und alltäglich gemacht zu haben. Doch dort, an diesem Ort, findet man immer, das, was man sucht. Und meist endet die Suche mit einem Lächeln in einer Stille. Und wenn man Glück hat, bleibt das Lächeln stehen, wie die Zeit - wird zum zeitlosen Lächeln, dass uns durch den Alltag hilft und uns einen Horizont zeigt, der für Andere nicht sichtbar ist.
Soundtrack des Lebens
19.11.2011 - 21:46
Warum ist es nicht möglich, einen Musik-Sender im Kopf zu haben. Man denkt sich das Lied, das man gerne hören würde und es wird gespielt oder der Sender findet automatisch für die richtigen Situationen die richtige Musik, die perfekte Untermalung. Dadurch würde kein Moment mehr vergessen werden. Wenn man die Musik später wieder hört, erinnert sie immer wieder und wieder an den einen Moment. Der Mensch wäre der Hauptdarsteller seines eigenen Films mit der Filmmusik, die einfach in zu vielen Moment noch fehlt. Jeder Moment würde dann vielleicht auch bewusster erlebt werden, nachdenklicher. Man würde nicht mehr von All-Tag zu Alltag hetzen und kein Tag würde mehr dem anderen gleichen. Wie schön das wäre. Und die Gedanken schlagen die Gitarrensaiten an...
BOY
>Skin
All day long she's waiting for the night to ask her out
To be somebody's dancer, to get lost inside a crowd
There‘s no need to talk, because the music is so loud,
Till a taxi drops her back into a morning full of doubts.
You can feel like a part of something if you're part of the scene
You can make your life look pretty out a little ice and gin,
Wash off the make-up and prepare the aspirin
Well you can get out of this party dress but you can't get out of this skin.
His home is where his heart is at the parties that he rolls.
Tells himself he can't be lonely cause he's never on his own,
But all the friends he makes at night, in the morning they are gone,
And he's left with his four walls, his aching head, his silent phone
You can feel like a part of something if you're part of the scene
You can make your life look pretty out a little ice and gin,
Wash off the make-up and prepare the aspirin
Well you can get out of this party dress but you can't get out of this skin.
All day long she's waiting for the night to ask her out
To be somebody's dancer...
Ein Sommer im Hochzeitsfieber - Auftakt 4
13.11.2011 - 14:50
Mit jedem Tag wächst man und wird erwachsen, ohne zu erwachen und zu wissen, dass man Erwachsener geworden ist. Und mit jedem Tag macht man ein Stück mehr, was Erwachsene tun. Aber ab wann ist man erwachsen? Kann man dann äußerlich erwachsen sein und innerlich Kind bleiben? Oder umgekehrt? Manchmal sind die Kinder ihrer Eltern die Eltern ihrer Eltern und erwachsener als sie.. also ab wann ist man offiziell erwachsen? -wenn man verheiratet ist? -wenn man selbst Kinder hat? -wenn man sich erwachsen fühlt oder wenn man erwachsen sein möchte? Gibt es das Gefühl oder die Bezeichnung `Erwachsener` eigentlich wirklich oder gibt es einfach nur ein `älter werden` und im Grunde genommen ein `Kind bleiben`, weil wir doch alle früher oder später wieder Kind sind. Spätestens dann, wenn wir das tun, was wir gerne tun und unsere Augen dabei anfangen zu funkeln wie kleine Kinderaugen... Solche Augen haben selbst ältere Menschen noch. Also kann man einen `Erwachsenen` nicht festlegen. Man nennt die Kinder einfach nur irgendwann `erwachsen`, damit sie die Dinge tun, vor denen sie einst Angst hatten, als sie noch jünger waren (und manchmal die Ängste einfach nur besser verstecken können).
-das nur so als Denkanstoß ;)
Viel Spaß mit den Hochzeitsbildern von Michaela&Christian.
Der kleine Prinz
05.10.2011 - 21:59
Eigentlich kann man jedes Gesicht eines kleinen Kindes mit folgenden Worten erklären
`Alle Erwachsene sind einmal Kinder gewesen
(doch nur wenige erinnern sich daran).´
VORWORT-Der kleine Prinz
Und wer sich immer wieder als Kind in seinem Erwachsenen-Kostüm neu entdeckt, der wird im Herzen sein Leben lang einen Spielplatz vorfinden, auf derm er andere >Erwachsene> mit bunten Schaumstoff-Bällen bewerfen und sich daran erfreuen kann.. und das so lange, bis dass sie auch ihr Kind entdecken und wieder Kind sind.
Ein Sommer im Hochzeitsfieber - Auftakt 3
25.09.2011 - 18:48
Und man war da und man war anwesend mit Lachen, mit Herz und Blicken und freudigen Begrüßungen, während die Musik perfekte Untermalung war. Nicht enden wollenden Umarmungen und Freudentränen, lachend weggewischt, entgegenschreitend. Am Ende war man zufrieden, war man glücklich, ein gelungener Abend mit tanzenden Gästen und zwei Menschen, die einfach zueinander gehören und die ganze Welt an dem Abend mit ihrem Gemeinschaftsgefühl in ihren Bann zogen... War super!!! ;)
Viel Spaß mit den beiden, die einfach zueinander gehören: PROST! Flo & Sue!
Schloss - Making Of
28.08.2011 - 17:02
Und hier noch ein paar Making-Of Bilder dazu :)
Es war einmal...
28.08.2011 - 17:02
...ein Schloss. Inmitten eines kleinen Dorfes, namens Schmölz. Mit Räumen, die lebten. Gegenständen, die Geschichten erzählten. Und Pflanzen, die ihm einen Rahmen gaben.
Es waren einmal, ein paar kreative Köpfe. Hände, die gerne arbeiteten. Ideen, die umgesetzt werden wollten. Farben, die das Leben spielerisch tanzend farbenfroher machten.
Und es war an der Zeit, dass all diese Dinge zusammen fanden und Märchen, die waren, wirklich wahr gemacht wurden.
>> In Zusammenarbeit mit
www.glitzerwerkstatt.de
www.galorecouture.de
Ein Sommer im Hochzeitsfieber - Auftakt 2
28.08.2011 - 13:41
Den Sinn erhält das Leben
einzig durch die Liebe.
Das heißt:
je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind,
desto sinnvoller wird unser Leben.
H.HESSE